Seit einigen Jahren erfreut sich die Homöopathie an großer Beliebtheit, dass liegt zum einen an der immer größer werdenden Kritik an der Schulmedizin und zum anderen an der Nachfrage nach sanften Heilmethoden. Wichtig zu wissen ist, was Homöopathie und Haarausfall überhaupt ist.

Homöopathie:

Der Begriff Homöopathie stammt aus dem Griechischem und setzt sich aus „homoios“ (= ähnlich/gleich) und „pathos“ (= Leiden/Krankheit) zusammen.

Das Prinzip ist eigentlich recht simpel, es werden Substanzen oder Medikamente genommen, die in einer höheren Dosierung eine ähnliche Krankheit hervorrufen würden, daher werden diese aufbereitet und in kleiner Menge verabreicht. Hierdurch werden die Selbstheilunskräfte des Körpers aktiviert.

Bei richtiger Anwendung treten keine Nebenwirkungen auf. Allerdings muss man etwas Geduld aufbringen, da es eine gewisse Zeit dauert bis eine Wirkung eintritt.

Die häufigsten Arten des Haarausfalles sind:

1. Hormonell-erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie)
Dieser Ausfall betrifft hauptsächlich Männer, da es zu einer vererbten Empflindlichkeit der haarwurzel gegenüber dem Hormon Testosteron kommt. Meist entstehen zuerst die sogenannten Geheimratsecken, später lichtet sich auch das Haar am Hinterkopf.

2. Kreisrunder Haarausfall ( Alopezia areata)
An mehreren Stellen des Kopfes bilden sich kreisrunde, kahle Stellen. Die Ursachen sind noch unklar, aber vermutet wird eine Störung des Immunsystems oder eine psychische Erkrankung.

3. Diffuser Haarausfall
Der Haarausfall ist nicht auf eine Stelle beschränkt, sondern das Haar dünnt insgesamt aus. Ursachen können sein Stress, Infektionen, Medikamente, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hormonumstellungen ( z.B. Geburt oder Wechseljahre) oder Mangelerscheinungen durch z.B. Fastenkuren.

Homöopathie kann den Haarausfall verringern bzw. die Regeneration der Kopfhaut und Poren unterstützen.

Entscheidet man sich für eine homöopathische Behandlung, wird der Homöopath erst eine ausführliche Anamnese erstellen. So werden bei der homöopathischen Behandlung neben den körperlichen Beschwerden, auch Lebensumstände, Persönlichkeitsmerkmale und aktuelle Gegebenheiten in die Behandlung integriert. Das bedeutet, dass jeder Betroffene ein auf ihn zugeschnittenes Arzneimittel erhält. Die unterschiedlichen Darreichungsformen, Tabletten, Tropfen, Globuli ( Kügelchen) und Salben, werden der aktuellen Lebenssituation angepasst.

Möchte man eine Selbstbehandlung durchführen, sollt man sich gut beobachten und auf auffällige Symptome achten.

So werden zum Beispiel folgende zwei Mittel bei Haarausfall in der Homöopathie angewendet:

– Acidum phosphoricum

Anzuwenden bei Haarausfall bedingt durch Kummer, Trauer oder Sorgen. Symptome sind frühzeitiges ergrauen, Apathie, Interessenlosigkeit und schnelle Erschöpfung

– Selenium

bei Ausfall bedingt durch Hormonumstellung wie in den Wechseljahren, in der Schwangerschaft oder bei Impotenz. Betroffene wirken frühzeitig gealtert, die Haut ist fettig.

Am wichtigsten ist es jedoch die Ursache des Haarausfalles zu kennen und diese zu behandeln.