Haarverlust ist ein natürlicher Prozess zur Haarregenerierung. In der sogenannten Ruhephase lösen sich bis zu 100 Haare am Tag von der Kopfhaut und werden von neuen Haaren, die sich in der Wachstumsphase befinden, ersetzt. Das geschieht gleichmäßig verteilt über das gesamte Kopfhaar. Dies geschieht völlig unbemerkt und wird meist erst dann ersichtlich, wenn das Haar gekämmt wird. Durch hormonelle Schwankungen oder erhöhte Sonneneinstrahlung kann sich der Haarverlust verstärken. Auch dieser verstärkte Haarverlust gehört ganz normal zu dem menschlichen Rhythmus und muss keinesfalls ein krankhaftes Anzeichen sein. Auch beim Färben der Haare oder unter der Einnahme bestimmter Medikamente kann es kurzzeitig zu einem überdurchschnittlich starken Haarverlust kommen.

Wann ist Haarverlust unbedenklich?

Jeder kennt den Begriff „Geheimratsecken“. Der dauerhafte Haarverlust beginnend an Stirn und Scheitel ist ein erblich bedingter Haarausfall. Diesem liegt keine ernsthafte Erkrankung zugrunde, sondern eine genetisch bedingte Störung des Wachstumsprozesses. Die Hormone, welche für das Haarwachstum verantwortlich sind, zerstören die Haarwurzel des Betroffenen. Diese genetische Abweichung stört das innere Gleichgewicht. Im weiteren Verlauf lichten sich auch die Haare auf dem Kopf. Meist bleibt im Alter nur ein Haarkranz zurück. Diese Form von Haarverlust ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Allerdings empfinden vor allem Frauen diesen Haarverlust als optischen Makel. Durch den Einsatz von Medikamenten kann auch dieser Haarverlust verlangsamt oder gestoppt werden. Umso eher die Therapie begonnen wird, desto größer ist der Behandlungserfolg.

Ab wann ist Haarverlust bedenklich?

Bei dem normalen Haarverlust verringert sich durch das Nachwachsen von neuen Haaren die Haardichte nicht. Wenn das Haar allgemein dünner wird, ist dies ein Anzeichen für einen überdurchschnittlichen Haarverlust. Die Haardichte nimmt generell mit zunehmendem Alter ab. Dies ist jedoch ein langsamer, dem Alterungsprozess angepasster, Verlauf. Nimmt die Haardichte innerhalb kurzer Zeit stark ab, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Anzeichen für einen krankheitsbedingten Haarverlust ist es auch, wenn die Haare nur an einigen Stellen sichtbar weniger werden. Dies kann sich bis zu kreisrunden kahlen Stellen steigern. Der sogenannte „Kreisrunde Haarausfall“ bedarf in jedem Fall einer ärztlichen Behandlung. Die Ursache ist in den meisten Fällen eine Entzündung, auf die das Immunsystem mit erhöhtem Haarverlust reagiert. Im Laufe der medikamentösen Haarverlust Behandlung verschwinden die kahlen Stellen meist wieder vollständig.

Was sind die Ursachen von starkem Haarverlust?

Stress, mangelnde Ernährung, fehlende Vitamine, Stoffwechselerkrankungen und Infektionen sind häufig die Ursachen für Haarverlust. Deshalb ist es wichtig, dass bei unvermittelt auftretendem starken Haarverlust ein Arzt aufgesucht wird. Durch verschiedene Blutuntersuchungen kann herausgefunden werden, woher der Haarverlust kommt und welche Therapie Abhilfe schafft.