Meist werden Betroffene mit der Methode der Haartransplantation behandelt, sofern sie eine Glatze haben und somit kein eigenes Haar mehr entwickeln, oder wenn sie einen extremen Haarausfall haben, der anderweitig nicht zu behandeln oder zu reduzieren ist.

Unter einer Haartransplantation versteht man, dass einzelne Haare, Haarbüschel oder Hautstreifen mit Haaren in die Kopfdecke eingepflanzt werden. Mittlerweile sind alleine in Deutschland 20 Millionen Menschen von dem Symptom des Haarausfalls betroffen die teilweise medikamentös nicht mehr zu behandeln sind. Der Haarausfall der durch die Autoimunkrankheiten entstehen kann, ist allerdings nicht behandelbar, daher gibt es nur Methoden, die das natürliche Fehlverhalten retuschieren oder beseitigen können. Wissenschaftler und Ärzte haben verschiedene Methoden der Transplantation erarbeitet und immer wieder neu getestet. Die am häufigsten benutze Methode der Haartransplantation ist die „Streifen & Einsetzung Mini/Micrografts (MMG)“.

Diese Behandlungsform beansprucht eine Prozedur zwischen 3-9 Stunden Aufwand, wird sitzend mit örtlicher Betäubung durchgeführt. Also ein Aufenthalt im Krankenhaus ist nicht nötig und kann in der Ambulanten Praxis durchgeführt werden. Für diese Methode wird aus dem Haarkranz ein Hautstreifen entnommen und danach unter einem Mikroskop zergliedert. Die Zergliederung bedeutet, dass der Hautstreifen in sogenannte mittlere und kleinere Hautteile mit den Haarwurzeln geteilt wird um diese einzelnen Haarinseln neu implantieren zu können. Diese zerteilten Haarinseln werden Mini- Mikrografts genannt.

Nach dieser Prozedur werden die Mikrografts in die vorgesehenen Partien eingepflanzt. Dieser Vorgang wird immer und immer wieder wiederholt, bis das gewünschte Ergebnis vollbracht ist. Im Prinzip werden aus einem Hautanteil aus dem Hautkranz, viele kleinere Wurzeln (follikulare Einheiten) entnommen und an verschiedenen Stellen neu eingesetzt. Diese Methode entstand durch die Erkenntnis der Wissenschaft, dass die Haare nicht einzeln wachsen, sondern in natürlichen Bündelungen. Im Schnitt wurde im Laufe der letzten Jahre festgestellt, dass diese Bündelungen aus einem bis vier einzelnen Haaren bestehen.

Seit 1986 ist diese Vorgehensweise der Haartransplantation sehr beliebt und wird ständig überarbeitet. Der Münchener Arzt Manfred Lucas stellte als erster die Behandlung gegen Haarausfall mit der flächendeckenden Behandlung von Mikrografts vor. Mittlerweile gibt es vermehrte Arztpraxen die die Formen der Haartransplantation anbieten und durchführen. Die Kosten können für diese Behandlung nicht verallgemeinert werden, da es auf die zu behandelnde Fläche und des Grads der Rückbildung der eigenen Haarwurzel ankommt.