Jeder möchte gern gesundes und gepflegtes Haar. Die Angebotspalette an Pflegeprodukten, Aufbaukuren und sonstigen Mittelchen, die wunderschönes Kopfhaar versprechen, ist sehr groß und unübersichtlich. Wenn das Haar spröde, glanzlos und gesplittet ist, sind Haarstrukturschäden in den meisten Fällen die Ursache. Viele Produkte fördern die Entstehung von Haarstrukturschäden mehr, als sie ihnen entgegenwirken. Es gibt Verhaltensregeln, die angewendet, Haarstrukturschäden vorbeugen. Wenn diese befolgt werden, kann das gesunde Haar ohne großen Kostenaufwand geschützt und erhalten werden.

Was sind Haarstrukturschäden?

Von Haarstrukturschäden ist dann die Rede, wenn die Haarwurzel intakt ist, die Haare jedoch über der Haarwurzel abbrechen, da ihre innere Beschaffenheit stark angegriffen ist. Haarstrukturschäden werden durch mattes, gesplittetes und abgebrochenes Haar sichtbar. Die Ausmaße von Haarstrukturschäden können so übermäßig sein, dass kahle Stellen entstehen oder das Haar auffallend an Dichte verliert.

Wie entstehen Haarstrukturschäden?

In erster Linie bestehen die Ursachen von Haarstrukturschäden in äußeren Einflüssen. Chemische Haarbehandlungen, wie beim Färben, Tönen, Bleichen oder einer Dauerwelle, zu häufiges und intensives Kämmen, Toupieren der Haare, zu straffe Pferdeschwänze oder Zöpfe können ausschlaggebend sein. Auch das übermäßige Waschen der Haare kann zu Haarstrukturschäden führen. Die meisten Schampoos und Spülungen sind zu aggressiv und haben eine negative Langzeitwirkung. UV-Strahlung kann ebenso Haarstrukturschäden hervorrufen. Hitzeeinwirkung allgemein ist eine Ursache für Haarstrukturschäden. Gemeint ist nicht nur die intensive Sonneneinstrahlung, sondern auch die Hitzeentwicklung beim Föhnen.

Sind Haarstrukturschäden erblich?

Die Veranlagung zu Haarstrukturschäden kann auch erblich bedingt sein. So neigen einige Menschen schneller zu Haarstrukturschäden, andere haben ein wesentlich robusteres Haarkleid. Die Ursachen für Haarstrukturschäden bleiben jedoch in beiden Fällen die Gleichen. Die genetische Vorbelastung wirkt sich lediglich auf die Anfälligkeit der Haare aus. Der Unterschied liegt demnach in dem Ausmaß der Haarstrukturschäden bei identischer Schädigung.

Wie kann die Entstehung von Haarstrukturschäden verhindert werden?

Das Risiko unter Haarstrukturschäden zu leiden, verringert sich, wenn die Ursachen für diese weitestgehend vermieden werden. Die Haare dürfen nicht zu oft gewaschen werden und auf keinen Fall mit alkalihaltigen Schampoos. Zu häufiges und intensives Kämmen des Haarkleides vermeiden und nicht regelmäßig die Haare einer Dauerbelastung aussetzen, welche durch Pferdeschwänze und Zöpfe entsteht. Auf Tönen, Färben, Bleichen oder eine Dauerwelle lieber verzichten. Um Haarstrukturschäden vorzubeugen, sollten nasse Haare an der Luft getrocknet werden, nicht mit einem Föhn oder einem Lockenstab übermäßig viel Hitze ausgesetzt werden. Während des Sommerurlaubes am Strand auch an den Schutz der Haare vor zu viel Sonneneinstrahlung denken und gegebenenfalls auf eine Kopfbedeckung zurückgreifen.

Wie können Haarstrukturschäden geheilt werden?

In der Regel ist es ausreichend, wenn die Verhaltensweisen zur Vorbeugung von Haarstrukturschäden eingehalten werden. Je nach Grad der Schädigung wird sich die Haarstruktur wieder regenerieren, wenn die nachwachsenden Haare nicht erneut geschädigt werden. Dieser Vorgang kann zusätzlich mit entsprechenden Vitaminpräparaten angeregt werden.