EisenHaarausfall muss nicht immer erblich bedingt sein. Auch Umwelteinflüsse und Mangelerscheinungen schlagen sich in schütterem, dünnen Haar nieder und gehen Hand in Hand mit dessen Begleiter – Haarausfall.

Bei einem Haarausfall durch Eisenmangel spricht man von diffusem Haarausfall, da die Haare scheinbar willkürlich ohne sichtbares Muster (wie etwa beim kreisrunden Haarausfall) dünner werden und ausfallen. Frauen sind von dieser Art des Ausfallens übrigens häufiger betroffen als Männer. Wer unter Haarausfall leidet, sollte schnellstmöglichst zum Hausarzt gehen und ein Blutbild machen lassen (Überprüfung der Leberwerte, Schilddrüse und der Nierenwerte), wenn dann die Diagnose Eisenmangel lautet, ist dies mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache des Haarausfalles.

Wie kann man Haarausfall durch Eisenmangel behandeln?

Schuld an dem Leiden ist ein zu niedriger Ferritinwert, der bei fast jeder vierten Frau, mit starkem Haarausfall, unter 15 Mikrogramm pro Liter Blut liegt. Normal ist aber ein Wert von durchschnittlich über 40 Mikrogramm pro Liter.

Doch eine gute Nachricht gibt es: Hausausfall durch Eisenmangel ist reversibel. Das heißt, wird der Mangel durch eine bessere Ernährung oder Eisenpräparate über einen längeren Zeitraum hinweg behandelt, kehren auch die Haare zurück. Eisentabletten brauchen etwa 3 Wochen, bevor sie ihre Wirkung entfalteten.

Wo liegen die Ursachen des Eisenmangels?

Im menschlichen Blut ist sehr viel Eisen enthalten. Hat man einen hohen Blutverlust, wie etwas nach einer Operation oder der monatlichen Regelblutung, kann der Eisenpegel dadurch beträchtlich fallen. Auch eine zu strenge, vegetarische Ernährung kann zu Mangelerscheinungen führen, so wie Stress und zu viel Sport. In der Stillzeit, Schwangerschaft und Wachstumsphase ist der Eisenbedarf eines Menschen übrigens ebenso erhöht.

Neben dem Haarausfall können weitere Merkmale wie blasse Haut (wegen Blutanämie), brüchige Nägel, einreißende Mundwinkel und im psychischen Apparat: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen sichere Anzeichen für einen Eisenmangel sein.

Wann liegt ein chronisch krankhafter Haarausfall vor

Im Schnitt ist der normale Haarausfall mit etwa 60 – 120 Haaren pro Tag angegeben, hormonbedingte Schwankungen bei Frauen nicht mit einberechnet. Liegt der Ausfall deutlich über diesem Pensum und das für länger als 2 Wochen, sollte man sich schleunigst zum Arzt begeben.

Manchmal hilft es auch schon, die Kopfhaut zu einer besseren Durchblutung anzuregen. Dafür eignet sich eine sanfte Kopfmassage mit mildem Haarwasser. Durch diese Art der Kopfhautstärkung kann ein Haarausfall verringert werden.