DefinitionIn der letzten Zeit ist immer häufiger festzustellen, dass es etliche Männer gibt, die bereits in jungen Jahren an einem mehr oder weniger stark auftretenden Haarausfall leiden. Immer dann, wenn es um ein derart komplexes Problem geht, ist eine genaue Analyse der bestehenden Wirkzusammenhänge von unglaublich großer Bedeutung. Ganz grundsätzlich ist es immer noch so, dass in der Wissenschaft der Haarausfall in zwei unterschiedliche Arten aufgeteilt wird. Auf der einen Seite findet sich in diesem Kontext der so genannte Effluvium. Dieser Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Ausfall“. Der Begriff Effluvium bezeichnet also einen weit über die gesellschaftliche Norm gesteigerten Haarausfall. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang aber auch auf jeden Fall darauf hinzuweisen, dass diese eher klassische Form des Haarausfall nicht notwendiger Weise zu der so genannten Alopezie führt. Unter dieser zweiten Form des Haarausfall wird vor allem die vollkommen sichtbare Lichtung des Kopfhaares verstanden. In der Regel wird dieser abnorme Zustand auch mit der so genannten Hypotrichose beschrieben. Bei diesem Phänomen des Haarausfall handelt es sich um das berühmte „schüttere“ Haupthaar.

Haarausfall ist eigentlich ganz natürlich

Ganz grundsätzlich handelt es sich beim Haarausfall um etwas vollkommen normales. In der Regel fallen jedem Menschen pro Tag zirka 70 – 100 Haupthaare aus. Aus diesem Grunde ist in diesem Kontext der Begriff Haarausfall auch leicht irreführend, da diese ausfallenden Haare in der Regel bei einer gesunden Kopfhaut permanent ersetzt werden. In diesem Zusammenhang ist es dann auch schwierig eine haargenaue Abgrenzung zwischen dem „normalen“ Haarausfall zu finden der durch den natürlichen Wuchs der Haare wieder ausgeglichen wird und dem abnormen Haarausfall, der durch das Wachstum der Haare nicht reguliert wird. Grundsätzlich hängt diese Definition immer auch davon ab, wie einfach und in welchen konkreten Bereichen pro Tag wie viele Haare ausfallen.

Auf die Konzentration kommt es an

In der Regel wird gesagt, dass es sich bei zirka 100 Haaren pro Tag um normalen unproblematischen Haarausfall handelt. Dies gilt jedoch immer nur dann, wenn sich die ausfallenden Haare auch vollkommen gleichmäßig auf dem Kopf verteilen. Konzentrieren sich die 100 Haare pro Tag auf einen kleine Stelle, so muss dann schon eher von einem nachhaltig haarvermindernden Haarausfall gesprochen werden. Die tatsächlichen Arten des Haarausfalls sind höchst unterschiedlich. Zu den wohl bekanntesten Formen des Haarausfall zählt auf jeden Fall der so genannte androgenetischer Haarausfall. Zu den häufigsten Ursachen des „krankhaften“ Haarausfalls zählen in der Regel vor allem immer das durch Androgene hervorgerufene Steroidhormon Dihydrotestosteron. So ist der durch diese Form der Hormone verursachte Haarausfall immer genetisch bedingt und somit auch immer vererbbar.

Manchmal gibt es tatsächlich auch eine Lösung

In der Regel wird im Zusammenhang mit dem androgenetischem Haarausfall – insbesondere bei männlichen Jugendlichen, wo diese ganz spezielle Form des Haarausfall familiär gehäuft auftritt – auch Alopecia praematura oder simplex genannt. Das Ziel der sehr häufig zum Einsatz kommenden Medikamente ist es in der Regel immer, die eigentliche Wirkung des DHT ganz entschieden zu beschränken bzw. auszuschalten. Einige Medikamente wählen hinsichtlich dieser Form des Haarausfalls einen anderen Ansatz und versuchen gleich die Entstehung des DHT gezielt zu unterbinden.

Ein weiterer Punkt in diesem komplexen Zusammenhang des Haarausfall ist sehr interessant. Bei sehr vielen Männer ist dieser kreisrunde, lokal zentrierte Haarausfall zu beobachten. In der Regel geht dieser vom Kopf aus, bei einigen Männern aber auch im Bereich des Bartes oder aber auch der Körperbehaarung. Erstmalig ist diese Form des Haarausfall bei Hippokrates erwähnt. Schon in der damaligen Zeit wurde beispielsweise auch bei etlichen Füchsen beobachtet, dass die Haare bzw. das Fell fleckenartig ausfällt.

Der Forschungsbedarf ist noch sehr groß

Allerdings ist es zum heutigen Zeitpunkt immer noch so, dass die konkreten Ursachen einer Haarausfallerkrankung noch nicht vollständig erforscht sind. Viele Fragen hinsichtlich des Haarausfall liegen noch vollkommen im Dunkeln. Eine mögliche Erklärung des Haarausfall ist darüber hinaus auch, dass sich etliche Immunzellen, die primär für die Abwehr von bakteriellen Erregern, Pilzen und diverse Viren gedacht sind, in massiver Art und Weise die Haarwurzeln angreifen. Im körpereigenen Immunsystem werden die „eigenen“ Haare bzw. Haarwurzeln als fremd angesehen und vernichtet.