Kahle Stellen an der Kopfhaut werden bei der FUE-Eigenhaartransplantationen mit eigenem Haarwurzeln und nicht eigenen Haaren aufgefüllt. Die Haarwurzeln werden unter Betäubung entnommen, die Stelle wird vernäht, später werden die Haarwurzeln dann in Hautkanäle transplantiert. Um ein natürliches Aussehen zu erlangen, benutzt man dafür nur bis zu drei Haarwurzeln. Insgesamt kann man bis zu 50 % der Haarwurzeln entfernen, ohne das dies sichtbar wird.

Wie läuft die FUE-Eigenhaartransplantation ab?

Je nach Größe der zu behandelnden Fläche dauert die Eigenhaartransplantation 2 bis 4 Stunden und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Die Nachteile sind darin zu sehen, dass die Operation lange dauert, weniger FU`s verpflanzt werden können und die Kosten höher liegen als bei der FUT-Eigenhaartransplantation. Zudem sollte man sich gut informieren,da nicht alle zugelassenen Ärzte diese Methode beherrschen und es genug „Schwarze Schafe“ in diesem Bereich gibt.

Wie funktioniert die FUT-Eigenhaartransplantation?

Bei der FUT Methode wird ein größerer Hautstreifen entnommen, dann wird die Stelle genäht oder geklammert, der Hautstreifen wird dann in natürliche Gruppierungen, also FU`s zerteilt und diese werden dann verpflanzt. Vorteil davon ist, das dies ein schnelles Verfahren ist. Zudem ist es kostengünstiger und es können mehrere FU`s in einer Sitzung verpflanzt werden, als mit der FUE Methode. Nachteil dieser Eigenhaatransplantation ist sicherlich das die Haare an der Entnahmestelle nur kurz getragen werden können und eine lineale Narbe sichtbar bleibt. Auch ist eine Haarbeschädigung nicht auszuschließen.

Wie geht es nach der Eigenhaartransplantation weiter?

Nach einem Tag wird die Operation kontrolliert, nach 2 Wochen werden die Fäden entfernt. Dies kann auch beim Hausarzt erfolgen. Nach 6 Monaten erfolgt die Kontrolle des Haarwachstums, in Form einer Fotodokumentation.

Nach der Operation sollte man sich noch 3 Tage körperlich schonen und auch erst nach 3 Tagen die Haare waschen. Sportliche Aktivitäten sollten je nach Sportart 1 bis 2 Wochen ruhen. Auch Sonnenbestrahlungen sowie Saunagänge sollte man 4 Wochen meiden.

Nach etwa 14 Tagen sieht man nichts mehr von der Eigenhaartransplantation. Der Beginn des Haarwachstums beginnt nach 3 Monaten, da sich die Haarwurzeln erst an die neue Umgebung gewöhnen müssen.

Was muss man als Patient beachten?

Manche Medikamente wie gerinnungshemmende, müssen 3 Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden, genauso wie einige Vitaminpräperate. Um die kleinen Narben verdecken zu können sollte man sich möglichst die Haare länger wachsen lassen.

Mögliche zeitliche Nebenwirkungen sind für 7 – 12 Tage Krustenbildungen. Auch sind Schwellungen im Stirnbereich für wenige Tage möglich. Alle Nebenwirkungen sind aber zeitlich begrenzt.