Diffuser HaarausfallDer diffuse Haarausfall wird in der Medizin auch als sogenannte diffuse Alopezie bezeichnet. Zwar sind vom diffusen Haarausfall meist Männer betroffen, die Anzahl an Frauen, die unter der Form des Haarausfalls leiden, nimmt allerdings stetig zu.

Typische Anzeichen des diffusen Haarausfalls

Charakteristischerweise beschränkt sich der diffuse Haarausfall nicht nur auf einen abgegrenzten Bereich des Kopfes; das Haupthaar wird aufgrund des diffusen Haarausfalls zunehmend ausgedünnt.

Im Gegensatz zu verschiedenen weiteren Formen des Haarausfalls verursacht der diffuse Haarausfall bei Betroffenen in der Regel keine vollständige Glatze.

Warum entsteht diffuser Haarausfall?

Der diffuse Haarausfall kann je nach betroffener Person verschiedene Gründe haben. Die häufigsten Ursachen werden im Folgenden dargestellt.

Diffuser Haarausfall Ursachen

Nährstoffmangel:

In vielen Fällen wird der diffuse Haarausfall durch einen Mangel an Nährstoffen und/oder Mineralstoffen verursacht. Der entsprechende Mangelzustand kann dabei sowohl den gesamten Organismus als auch schwerpunktmäßig die Haarwurzeln einer Person betreffen. In westlichen Ländern ist Nährstoffmangel meist durch einseitige bzw. unausgewogene Ernährung oder radikale Diäten bedingt.

Erkrankungen:

Verschiedene Erkrankungen können diffusen Haarausfall hervorrufen oder begünstigen. Zu diesen Erkrankungen zählen beispielsweise Störungen der Schilddrüse, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, schwere Infektionen, entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (wie etwa Morbus Crohn) und verschiedene Krebserkrankungen. Auch Essstörungen können diffusen Haarausfall nach sich ziehen.

Einnahme bestimmter Medikamente:

In verschiedenen Fällen kann eine längerfristige Medikamenteneinnahme zu diffusem Haarausfall führen. Verantwortlich für den Haarausfall können beispielsweise Wirkstoffe sein, die im Rahmen der chemotherapeutischen Krebsbehandlung eingesetzt werden. Auch verschiedene Arzneimittel zur Kontrolle von Bluthochdruck, Präparate zur Blutverdünnung, Medikamente zur Behandlung von Schilddrüsenstörungen und bestimmte Antibiotika können einen diffusen Haarausfall nach sich ziehen. Gelegentlich kann der diffuse Haarausfall auch die Folge einer Einnahme von Schmerzmitteln sein.

Hormonelle Veränderungen:

Vor allem bei Frauen können sich hormonelle Veränderungen hinter einem diffusen Haarausfall verbergen. Bei einigen Frauen tritt diffuser Haarausfall beispielsweise während der ersten Monate nach der Geburt eines Kindes auf. Bedingt ist dies meist durch einen Abfall des erhöhten Östrogenspiegels, der während der Schwangerschaft zu einem dichteren Haarwuchs beitrug. Auch das Klimakterium (die Wechseljahre) bei der Frau können diffusen Haarausfall aufgrund der abnehmenden Produktion von Östrogenen verursachen.

Äußere Einflussfaktoren:

Schließlich können auch äußere Umstände zur Entwicklung eines diffusen Haarausfalls beitragen. Zu solchen Umständen zählen beispielsweise längerfristig hoher Stress oder operative Eingriffe. Auch eine Vollnarkose kann bei einigen Menschen diffusen Haarausfall begünstigen.

Diffuser Haarausfall – was tun?

Welche Schritte dabei helfen können, diffusen Haarausfall erfolgreich zu bekämpfen, hängt vor allem von den Ursachen des Haarverlusts ab. Hat eine Erkrankung zum Haarausfall geführt, so zieht eine erfolgreiche Behandlung der Grunderkrankung meist auch eine Besserung des Haarausfalls nach sich. Ist der diffuse Haarausfall Folge einer Medikamenteneinnahme, so kann in Absprache mit dem Arzt eine Medikamentenumstellung sinnvoll sein. Unabhängig von der Ursache des Haarausfalls können ergänzend bestimmte Wirkstoffe den Haarwuchs anregen, die auf die Kopfhaut aufzutragen sind. Dies wären die Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil.